Führungswechsel bei der GGL: Hochgrebe übernimmt turnusmäßig den Vorsitz vor der GlüStV-2021-Evaluierung
Lars Schulz · Aug 5, 2026

Führungswechsel bei der GGL: Hochgrebe übernimmt turnusmäßig den Vorsitz vor der GlüStV-2021-Evaluierung

Am 1. Juli 2026 hat Christian Hochgrebe den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen und zwar im Rahmen der jährlichen Rotation unter den Vertretern der Bundesländer, die diesen Wechsel regelmäßig vorsehen.
Die GGL bereitet sich parallel auf die erste verpflichtende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vor, die bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein muss, und dabei Werbestandards, Einzahlungskontrollen, Verbraucherschutzmaßnahmen sowie verantwortungsvolles Spielen unter die Lupe nimmt.
Der turnusmäßige Wechsel und seine organisatorische Einbettung
Die Rotation des Vorsitzes erfolgt jedes Jahr zwischen den Vertretern der einzelnen Bundesländer, sodass Hochgrebe nun die Leitung übernimmt und dabei die laufenden Aufgaben der Behörde fortsetzt, während die Vorbereitungen auf die Evaluierung bereits laufen.
Beobachter notieren, dass dieser Wechsel genau in eine Phase fällt, in der die GGL ihre internen Strukturen für die umfassende Prüfung des GlüStV 2021 festigt, die Werbung, Einzahlungsgrenzen, Schutzmechanismen für Spieler und verantwortungsvolles Glücksspiel umfasst und auch regulierte Online-Angebote wie Roulette einbezieht.
Vorbereitungen auf die erste große Vertragsprüfung bis Ende 2026
Die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 muss bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein und untersucht zentrale Bereiche wie Werberichtlinien, Einzahlungskontrollen, Verbraucherschutzvorkehrungen sowie Maßnahmen zum verantwortungsvollen Spielen, die den gesamten regulierten Markt betreffen.
Im August 2026 laufen die internen Abstimmungen zwischen den Ländern und der GGL bereits auf Hochtouren, damit alle Daten und Berichte rechtzeitig vorliegen, während Hochgrebe als neuer Vorsitzender die Koordination dieser Arbeiten übernimmt und den Fortschritt der Vorbereitungen überwacht.

Auswirkungen auf den regulierten Online-Glücksspielmarkt
Die Ergebnisse der Evaluierung werden Standards für Werbung, Einzahlungsgrenzen und Schutzmaßnahmen festlegen, die Anbieter von Online-Casinospielen wie Roulette direkt betreffen und dabei den Rahmen für legale Angebote in Deutschland weiter prägen.
Die GGL sammelt seit Inkrafttreten des GlüStV 2021 kontinuierlich Daten zu Werbepraktiken, Einzahlungsverhalten und Spielerschutz, sodass die Evaluierung auf einer breiten Grundlage aufbauen kann und Hochgrebe als Vorsitzender die Abstimmung mit den Ländern sicherstellt.
Die Rolle der Bundesländer im Rotationsverfahren
Jedes Bundesland stellt turnusmäßig einen Vertreter für den Vorsitz im Verwaltungsrat der GGL, und mit Hochgrebe kommt nun ein neuer Vertreter an die Spitze, der die Arbeit der Behörde in der entscheidenden Phase vor der Evaluierung leitet.
Die Rotation sorgt dafür, dass alle Länder gleichberechtigt in die Führung der Behörde eingebunden bleiben und die gemeinsame Aufsicht über den Glücksspielmarkt gewährleistet wird, während die Vorbereitung auf die Vertragsprüfung voranschreitet.
Fazit
Der Wechsel an der Spitze der GGL am 1. Juli 2026 fällt mit den intensiven Vorbereitungen auf die erste Evaluierung des GlüStV 2021 zusammen, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein muss und zentrale Regulierungsbereiche wie Werbung, Einzahlungskontrollen und Spielerschutz untersucht, sodass die Behörde unter Hochgrebe diese Prüfung koordiniert und die Ergebnisse den weiteren Rahmen für den regulierten Online-Glücksspielmarkt in Deutschland bestimmen werden.